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Sehenswürdigkeiten in Gröden – Sehenswertes in den Dolomiten

In St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein gibt es zahlreiche Attraktionen für Familien und kulturinteressierte Besucher

Museen, Monumente, Naturdenkmäler, Burgen, Ruinen, Kirchen, Kapellen und weitere Sehenswürdigkeiten.

Die Natur hat die gewaltigsten Denkmäler ins Grödnertal gesetzt, aber nicht nur der Naturfreund, auch der Kunstsinnige wird hier viel Interessantes entdecken. Am Eindrucksvollsten ist das Schaffen von Menschenhand, wenn es mitten in die Landschaft eingebettet ist, wie z.B. das Kruzifix von Sëurasas oder das Kirchlein von St. Jakob.


Das Museum de Gherdëina - Museum Grödnertal in St. Ulrich ist in der „Cësa di Ladins“, Haus der ladinischen Sprache und Kultur, auf zwei Stockwerken untergebracht. Bei einem Rundgang erhält der Besucher einen lebendigen Einblick in die Natur und Kultur des Grödnertals. Altes Holzspielzeug, mit Mühe von Johann Senoner Vastle gesammelt, führt den Besucher in die Zeit zwischen 1750 und 1940 und gleichzeitig in die Traumwelt der Kindheit zurück.

Die Pfarrkirche von St. Ulrich stammt aus dem späten Barock und wurde Anfang dieses Jahrhunderts durch den Anbau zweier Seitenschiffe erweitert. Der Bau ist innen mit zahlreichen Bildern, Statuen und Figuren geschmückt, so mit einer riesenhaften St. Ulrich-Statue von Ludwig Moroder und dem Altarbild „Anbetung der Könige“ von Josef Moroder-Lusenberg. Beachtenswert sind auch die mit schönen Schnitzereien verzierten Kirchenstühle.

Die St. Anna-Kapelle am Friedhof von St. Ulrich wurde etwa zu Beginn des 15. Jahrhunderts erbaut und um 1515 vergrößert. Die kleine, einfache Kirche besitzt ein sehenswertes Portal und mehrere alte Grabsteine und Gedenkplatten.

Einfach und schmucklos steht die Antonius-Kirche (1673 erbaut) am Hauptplatz von St. Ulrich und ist mit ihrem hübschen Dachreitertürmchen ein beliebtes Fotomotiv. Beachtenswert ist hier das Altarbild des Kirchenpatrons, des Heiligen Antonius von Padua, vom Schweizer Künstler Melchior Paul von Deschwanden im Nazarener-Stil gemalt.

Die St. Jakobskirche („Dlieja da Sacun“) liegt oberhalb von St. Ulrich und ist nur zu Fuß erreichbar. Die der Überlieferung nach älteste Kirche des Tales ist dem Heiligen Jakob geweiht, dem Beschützer der Wanderer und Pilger. Malerisch gelegen, birgt sie im Chor einen schönen Fresken-Zyklus und am barocken Hauptaltar Skulpturen (Originale im Grödner Heimatmuseum). Die Öffnungszeiten der St. Jakobskirche erfahren Sie im Tourismusverein St. Ulrich.

St. Christina, mitten im Tale und nahe dem frühgeschichtlichen Höhenweg „Troi Paian“ gelegen, ist die älteste Seelsorge des Tales. Bereits gegen Ende des 12. Jahrhunderts dürfte hier eine der Heiligen Cristina geweihte Kapelle gestanden haben. Von der romanischen Kirche, die in einem päpstlichen Ablassbrief von 1342 erwähnt ist, ist noch der Glockenturm bis zum Dachansatz erhalten. Später wurde der Charakter durch Um- und Zubauten weitgehend verändert. Aus gotischer Zeit stammt der Chorraum, dem im 16. Jahrhundert auch ein polygonales Beinhaus angefügt wurde. Sehenswert: der Aufbau des Hochaltars, um 1690 in der Werkstatt der bekannten Bildhauer-Dynastie Vinazer entstanden, sowie die Bronzestatue der Hl. Philomena im Beinhaus, ein klassizistisches Werk des Bildhauers Dominik Mahlknecht.

Die Pfarrkirche „Maria Hilf“ in Wolkenstein: das neugotische Langschiff aus dem 19. Jahrhundert wurde im Jahre 1988 abgerissen und durch einen modernen Bau, in der Form eines Oktogons, ersetzt. Aus dem Jahre 1670 blieb hingegen der schöne Altarraum mit dem Gnadenbild von Lucas Cranach am Hauptaltar bestehen. Bereits 1503 ließ Wilhelm von Wolkenstein hier eine Kapelle zu „Maria Hilf“ bauen, die später mehrmals vergrößert wurde, da viele zu diesem geschätzten Wallfahrtsort pilgerten und noch heute pilgern. An der Außenmauer der Sakristei findet man einen bemalten Wappenstein der Wolkensteiner. Das Gnadenbild am Hochaltar ist eine Kopie der Madonna mit Kind von Lucas Cranach.

Die Sylvesterkapelle im Langental, klein und anmutig, liegt nur wenige Gehminuten vom Parkplatz am Taleingang entfernt. Seit alter Zeit ist die dem Schutzpatron des Viehs geweihte Kapelle ein viel besuchter Ort des Gebetes. Bei Restaurierungsarbeiten im Jahre 1993 wurden über 300 Jahre alte Fresken entdeckt, welche die Lebensgeschichte Jesu darstellen.

Auf dem Friedhof von Wolkenstein erinnert eine Bergopfer-Gedächtniskapelle an die Bergsteiger, die in den Grödner Dolomiten tödlich verunglückt sind. Ihre Namen sind in ein großes Messingbuch eingetragen.

Die Burgruine Wolkenstein (13. Jh.) hängt dramatisch wie ein Adlerhorst in der Stevia-Wand. Ein kurzer, steiler Weg führt vom Langental hinauf.

Auch die Heilig-Kreuz-Kapelle auf Außerraschötz (1755 erbaut), auf über 2200 m Höhe, ist einen Besuch wert.

Die Fischburg, an der Grenze zwischen Wolkenstein und St. Christina, ist ein zwischen 1622 und 1641 von Engelhard Dietrich von Wolkenstein-Trostburg erbautes Sommer- und Jagdschloss im Stil der Renaissance, das aber in seiner Monumentalität mittelalterliche Wehrhaftigkeit vortäuscht. Im Jahre 1863 schenkte Leopold Graf von Wolkenstein-Trostburg die Fischburg der Gemeinde St. Christina zur Einrichtung eines Alters- und Armenhauses. Seit 1926 hingegen ist die Fischburg in Besitz des venezianischen Barons Carlo Franchetti und daher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Die Sonnenuhr auf Monte Pana - für Freunde der Astronomie und der Zeitmessung. Hier wurde eine sphärische Äquatorial-Sonnenuhr mit 2 m Durchmesser aufgestellt, die für St. Christina und weitere 60 Städte die wahre Ortszeit (WOZ) sowie die mitteleuropäische Zeit (MEZ) anzeigt.